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Liebe Bio-100-Leser, natürlich haben wir allen Anbauverbänden, Institutionen (SÖL, Bauernverband usw.), Regierungsstellen, der Europäischen Kommission für ökologischen Landbau unsere Arbeitsblätter und Zielsetzungen geschickt. Weiterhin habe ich weit über 200 Naturkostläden, Bauern, Herstellern, Produzenten aus der Biobranche angeschrieben. Alle erhielten den Offenen Brief, teilweise mit Arbeitsblättern und Zielsetzungen. Man kann sagen, dass auf 90 % des gesamten Schriftverkehrs keine Resonanz erfolgte. Geantwortet haben nur das Ministerium von Frau Künast, Bioland und die Personen, die unter unserem Link “Stille Bio100-Agenten” und Mitglieder aufgeführt sind. Sie haben sicherlich mitbekommen, dass Frau Künast uns nicht als Arbeitsforum in ihr Boot mit aufgenommen hat. Statt dessen sind im Ökoland-Portal Gruppierungen wie Edeka oder Brigitte mit dabei. Ich kann mir hier den Sarkasmus nicht verkneifen und wünsche dem Ökoland-Portal mit diesen Beratern alles Gute für ihr Wirken. |
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Fabio Angeli Kieskaulerweg 22 51109 Köln Tel. 0221/6910819 Fax 0221/6920667
PER FAX Frau Renate Künast Berlin Köln, den 30.06.2002 Sehr geehrte Frau Künast,
es ist mir ein besonderes Anliegen mich mit Ihnen über die Zukunft der Biobranche und der Landwirtschaft zu unterhalten. Manchmal kann es sehr gut sein, sich Ansichten und Inspira-tionen von Menschen anzuhören, die außerhalb eines gewissen Systems stehen. Da die Ernährung das Wichtigste der Menschheit ist und der Begriff "satt" und "Hunger" über Fall und Aufstieg einer Kultur entscheiden und über deren Gesundung und Entwicklung Einfluss nehmen kann, erkennen wir, wie wichtig das Thema "Gesunde Ernährung" (Bio-Produkte haben's drauf) sein kann. Ich kann mir vorstellen, dass Sie zeitlich sehr eingebunden sind. Über ein persönliches Ge-spräch würde ich mich trotzdem sehr freuen. Zu meiner Person: Ich bin seit 2 Jahren Hausmann und beschäftige mich seit 4,5 Jahren mir ökologischer Landwirtschaft und Herstellung von Lebensmitteln. Ich habe selber eine großen Nutzgarten, der nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet wird. Von Obst und Gemüse über Brot, Käse, Joghurt, Marmelade und Saft wird alles selbstgemacht. Im Kindergarten meiner Tochter konnte ich erfolgreich einen Themenabend über ökologische Lebensmittel halten und habe dafür gesorgt, dass ökologisches Essen und Obst im Kindergarten eingeführt wurde. Des weiteren versuche ich auch jeden Einzelnen – der es möchte – im Gespräch über die Wichtigkeit der ökologischen Ernährung und deren Auswirkung zu überzeugen. Sie können sich sicher vorstellen, was es für ein herber Schlag für mich war, als der Nitrofen-Skandal öffentlich wurde. Meinen Offenen Brief darüber haben Sie erhalten. Er wurde von Ihrem Mitarbeiter Herrn Dr. Göggel in Ihrem Auftrag beantwortet, der einige gute Punkte enthält. Im übrigen waren Sie bis jetzt die Einzige, die auf meinen Offenen Brief reagiert hat.
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen (Fabio Angeli) PS. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie es irgendwie einrichten könnten. |
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BUNDESMINISTERIUM FÜR VERBRAUCHERSCHUTZ, Geschäftszeichen (bei Antwort bitte angeben) 8 0228/529- oder 01888 529- Datum
Fabio Angeli 51109 Köln Ihr Schreiben an Frau Bundesministerin Künast vom 03, Juni 2002 Sehr geehrter Herr Angeli, Frau Bundesministerin Künast dankt Ihnen für Ihr Schreiben vom 29. Mai 2002. Sie hat mich Ziel der Bundesregierung ist die Ausdehnung des ökologischen Landbaus in den nächsten 10 Jah- Das Öko-Kennzeichengesetz ist in Kraft getreten und das Öko-Landbaugesetz ist verabschiedet.
die Liste der ausnahms- und übergangsweise in der ökologischen Tierhaltung zulässigen Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) unter- Das BMVEL hat ein großes Interesse, den ökologischen Landbau voranzubringen. Dazu dient u.a. Ich hoffe, dass Sie an diesen Ausführungen erkennen können, wie stark sich Frau Bundesministe- Mit freundlichen Grüßen
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Fabio Angeli Kieskaulerweg 22 51109 Köln Tel. 0221/6910819 Fax: 0221/6920667 PER FAX Frau Renate Künast Berlin Köln, 10.07.2002
Hallo Frau Künast, natürlich kommt jetzt der 2. Versuch mit Ihnen in ein persönliches Gespräch zu kommen. Sicherlich haben Sie sich schon oft bei Ihren Treffen mit Vertretern der Lebensmittelindustrie, der Agrarwirtschaft, den Verbänden, Presse usw. gefragt, was mache ich hier, das geht alles von meiner kostbaren Zeit ab. Natürlich ist mir immer noch klar, wie eingebunden Sie sind. Manchmal frage ich mich auch, warum ich das alles mache und das dies alles von meiner Lebenszeit abgeht. Aber meine innere Kraft treibt mich voran. Ich sehe z.B. im Kindergarten wie diese Kraft gewirkt hat. Wie das ökologische Essen auf das körperliche und seelische Befinden der Kinder Einfluss nimmt, natürlich auch auf die Erzieherin. Ich verspreche Ihnen, dass ich von dieser inneren Kraft Ihnen etwas vermitteln kann, was Sie bei Ihrer Arbeit als Ministerin unterstützten kann. Ich bin bestimmt kein Spinner, auch wenn eine ½ , 1 oder 2 Stunden von Ihrer Zeit abgehen, wird es kein negatives Treffen. Im übrigen würden sich auch gerne Herr Jansen von der ältesten Bio-Fleischerei Deutschlands (ehemals Bruno Fischer) und Frau Stöcker vom Bio-Bauernhof Stöcker mit Ihnen unterhalten.
Überlegen Sie es sich bitte noch einmal. Mit freundlichen Grüßen (Fabio Angeli) PS. Sie wissen doch: Steter Tropfen höhlt den Stein |
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Die Persönliche Referentin Dienstsitz Berlin
Herrn Fabio Angeli 51109 Köln Sehr geehrter Herr Angeli, Leider ist es ihr derzeit auf Grund der angespannten Terminsituation nicht möglich. Ihrer freund- Frau Bundesministerin bittet um Verständnis für ihre Terminlage. Tanja Mindermann |
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Fabio Angeli Kieskaulerweg 22 51109 Köln Tel. 0221/6910819 Fax: 0221/6920667 PER FAX Frau Renate Künast Berlin
Köln, 11.08.2002 Hallo Frau Künast, natürlich kommt jetzt der 3. und letzte Versuch mit Ihnen in ein persönliches Gespräch zu kommen.
Erst mal ein Dankeschön, das sich Ihr Mitarbeiter Herr Dr. Göggel in Bonn für uns Zeit genommen hat. Wie er Ihnen sicherlich mitgeteilt hat (haben Sie meine Unterlagen erhalten?), haben wir vorgeschlagen, ein Arbeitsforum zu bilden mit Leuten von der Basis. Wir möchten Ihnen dadurch eine Möglichkeit bieten, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich weiß, dass Sie nicht immer so können, wie Sie gerne möchten. Aber geben Sie sich bitte eine Ruck. Viele Dinge, die Sie in die Wege geleitet haben, finde ich sehr gut. Sie wissen genau so gut wie ich, dass wenn die CDU die Wahlen gewinnt, 90 % Ihrer Arbeit den Bach runter geht. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn Sie unsere Homepage www.bio100.de besuchen würden. Vielleicht klappt es ja irgendwann mal mit einem Treffen. Mit freundlichen Grüßen (Fabio Angeli) |
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Fabio Angeli Kieskaulerweg 22 51109 Köln
Herrn Göggel Zimmer 515
Hiermit bestätige ich den Termin am 26. Juli 2002, 14.00 Uhr in der Rochusstraße 1, Bonn Weiterhin erhalten Sie die Namen und Anschriften der Teilnehmer: Frau Stöcker Biohof-Stöcker Fussheide 34 51503 Rösrath Tel. 02205-3445 Fax 02205-908103
Herr Jansen Biofleischerei Jansen Welserstraße 10a 51149 Köln Tel. 02203-31041 Fax 02203-301967
Fabio Angeli Kieskaulerweg 22 51109 Köln Tel. 0221-6910819 Fax 0221-6920667
Mit freundlichen Grüßen (Fabio Angeli) |
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BUNDESMINISTERIUM FÜR VERBRAUCHERSCHUTZ,
Fabio Angeli 51109 Köln Herrn Jansen 51149 Köln Frau Stöcker 51503 Rösrath Gespräch am 25. Juli 2002 im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Land- Sehr geehrte Frau Stöcker, im Nachgang zu unserem Gespräch am 25.07.2002 erhalten Sie den eine aktuelle Übersicht zu Nach intensivem Durchsehen dieser Unterlagen können Sie vielleicht klarer beurteilen und erken- Hausanschrift: Rochusstraße 1, 53123 Bonn-Duisdorf
Ich bitte um Verständnis, dass bei den vielen hier vorliegenden Anfragen ein persönliches Ge- Mit freundlichen Grüßen Dr. Goggel
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Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Herrn Fabio Angelli 51109 Köln Dienstgebäude und Lieferanschrift: Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf Telefon (0211)4566-0 Telefax (0211)4566-388 e-mail christiane.henning@munlv.nrw.de Datum 5. August 2002 Aktenzeichen (bei Antwort bitte angeben) II-6-63.23/1-7 Bearbeitung: Frau Henning Durchwahl (0211)4566-266 Infoservice MÜNLV e-mail infoservice@munlv.nrw.de Telefax (0211)4566-388 Nitrofenfunde in Futtermitteln und Lebensmitteln Ihr Schreiben vom 2. Juni 2002 Sehr geehrter Herr Angeli, vielen Dank für Ihr Schreiben vom 2. Juni, in dem Sie die Nitrofenbelastung von Futter- Den von Ihnen angesprochenen Rückschlag für den Ökolandbau sehe ich vor dem Deutlich möchte ich darauf hinweisen, dass die betroffenen Bio-Bauern, wie die Verb- Nordrhein-Westfälische Betriebe, die nitrofenbelastete Futtermittel erhalten haben, wur- Bei den routinemäßigen Untersuchungen hat die Lebensmittelüberwachung des Lan- -2- festgestellt. Von den insgesamt ca. 100.000 Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände- Aus meiner Sicht ist es dringlich, dass die betroffenen Öko-Bauern ihre Schadenser- Es ist mir wichtig noch einmal zu betonen, dass sich die Prinzipien des Ökolandbaus, Frau Ministerin Höhn hat mehrfach öffentlich die rückhaltlose Aufklärung des Nitro- Ich hoffe, meine Ausführungen haben zur Klärung Ihrer Fragen beigetragen. Mit freundlichen Grüßen (Henning) |
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----- Original Message ----- Volker Beringer Mitglied im Arbeitsforum Bio100.de Sehr geehrte Damen und Herren, zu dem neuen, noch nicht der Öffentlichkeit mitgeteilten Bioskandal, hätte Die letzten positivien Chloremaquat Funde wurden bei Birnen gemacht. Hier Wir sind direkt Betroffene des Nitrofenskandals. Unsere Glaubwürdigkeit In der Analyse der belgischen Regierung in Bezug auf Chloremaquat steht, daß In einer Umfrage für unsere neues Projekt, wurde uns von über 80% der Mit freundlichen Grüßen Volker Beringer |
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Sehr geehrter Herr Beringer, Wir wollen hierzu gern wie folgt Stellung nehmen: 1. In einer Charge unseres Produktes Bioland Hafer-Vollkornbrei wurden Verunreinigungen mit Chlormequat festgestellt. 2. Der Chlormequat-Gehalt liegt weit unter dem Grenzwert der Diät-V (hier EG-Beikost-Richtlinie 1999/39). 3. Nachdem in der letzten Zeit Rückstände von Chlormequat in Babynahrung auf Birnenbasis und auch in Haferflocken gefunden wurde, äußerte sich das BgVV jüngst in zwei Stellungnahmen vom 25.02.2002 und vom 18.07.2002 hierzu. Das BgVV legt dar, dass Chlormequat nach den üblichen Anforderungen umfassend toxikologisch untersucht wurde. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine akute Referenzdosis (ArfD) und einen ADI-Wert für Chlormequat von jeweils 0,05 mg/kg Körpergewicht festgelegt. In Haferflocken wurden Chlormequat-Rückstände bis zu einer Höhe von 0,26 mg/kg festgestellt. In einer Expositionsabschätzung kommt das BgVV zu der Ansicht, dass eine Überschreitung von ADI bzw. ArfD erst bei einer Verzehrsmenge von mehr als 1,228 kg pro Tag zu erwarten wäre. Dies würde für ein etwa 7 Monate altes Baby mit einem Körpergewicht von 6,7 kg errechnet. 4. Wir verwenden für unsere Bioland Babybreie ausschließlich Rohstoffe (Mehle) von einer Bioland-Vertragsmühle. Dabei werden uns vorab analysierte Rohstoffe mit den - entsprechenden Analysenzertifikaten - angeliefert. Die Bioland-Vertragsmühle bezieht das Getreide über Bioland-Erzeuger-Gemeinschaften bzw. direkt von Bioland-Erzeugern. 5. Die Chlormequat-Analytik des Rückstellmusters des angelieferten Mehles unserer Bioland-Vertragsmühle bestätigte die im Fertigprodukt ermittelte Verunreinigung. Zwangsläufig muß deshalb die Kontamination beim Erzeuger bzw. bei unserem Lieferanten erfolgt sein. Unsere Kontrollstelle Alicon und unser Anbauverband Bioland sind inzwischen mit der Aufklärung beschäftigt. Erste Ergebnisse zeigen, daß die Chlormequat-Verunreinigung durch einen Arbeitsfehler bei der Haferschälmühle erfolgte. Die Anlagen der Getreideschälmühle wurden nicht ordnungsgemäß gereinigt, so daß eine partielle Kontamination durch konventionellen Hafer erfolgte.
- konventionelle Hafer-Produkte dürfen 3 mg Chlormequat/kg enthalten 7. Wir haben umgehend weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung veranlaßt, um auch solch menschlich bedingte Risiken weiter zu minimieren. Wir verstehen und teilen auch Ihren Frust zu Fehlentwicklungen im Naturkost-Fachhandel. Deshalb stehen wir Ihnen für Rückfragen gern zur Verfügung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
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Hier der Offene Brief des BNN der meinen Brief ähnlich ist. PDF |
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