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Lieber Leser,
Bio ist für mich nicht nur Bio, sondern auch eine von vielen Möglichkeiten die Welt zu ändern. Sie lachen ? Lassen Sie mich einmal erklären warum.
Der ökologische Grundgedanke befasst sich nicht nur mit der Herstellung von gesunden Lebensmittel, sondern auch mit dem Drumherum. Die Ökos hatten nie das Bestreben zu wachsen, sondern der Trick besteht dabei, klein zu bleiben und kein größeres Wachstum anzustreben. So bleibt man überschaubar. Dadurch hat man den Überblick über sein Handeln und was ganz wichtig ist, es bleibt kontrollierbar.
Man fördert damit nicht nur eigene Arbeitsplätze, verhindert Umweltverschmutzungen, sondern sorgt dabei auch regional für den Erhalt kleiner Betriebe.
Es ist wie die Natur: Regional gebunden, in ihrer Vielfalt einzigartig, dabei global berührend aber nicht zerstörend. Unter einen großen Baum kann sich kein weiterer Baum entwickeln. Ein Nebeneinander kann zwei wunderbare Bäume hervorbringen, die einzigartig in ihrer Art sind und sich dabei noch gut ergänzen. Wir alle können dafür etwas tun. Wie?
Ganz einfach, den Konsum einzuschränken. Auch hier gilt die Devise: Zu verzichten. Es geht nicht darum, das wir ab heute nur noch von Brot und Wasser leben sollen, sondern darum, dass wir unser Handeln hinterfragen müssen. Muss jedes Jahr ein PC gekauft werden, alle 4 Jahre ein Auto oder 4 mal im Jahr in Urlaub? Wenn jeder von uns seine Erwartungen an den Konsum zurückschraubt, dann würde es allen besser gehen.
Muss z.B. Obst immer aus dem Ausland gekauft werden?
Muss alles immer überall verfügbar sein? Die Industrie sagt uns zwar immer wieder: Kaufen, kaufen und immer billiger und billiger. Aber der Preis den wir dafür bezahlen werden, wird sehr hoch sein. Schauen Sie sich einmal in der Welt um was los ist.
Nur noch Katastrophen, Umweltverschmutzungen, Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Krieg, Wirtschaftsflauten, Schulden. Ich könnte diese Liste endlos weiter führen. Wenn es doch alles stimmt was die Schlipsträger und Schreibtischtäter
von Politikern und Wirtschaftsweisen erzählen, warum sind wir dann jetzt hier an diesen Punkt angekommen? Ganz einfach: Sie hatten Unrecht. Sie könnten es ändern, aber sie machen immer wieder weiter, bis zum Stillstand, der in meinen Augen nicht mehr fern ist.
Früher war es doch so, das im Dorf Metzger, Bäcker, Bauern, Handwerksbetriebe usw. waren. Dann fing man an, alles zu zentralisieren. Die Bauern wurden immer mehr nach draußen gedrückt. Der Lebensmittelhandel wurde langsam von den großen Filialen geschluckt. Großbäckereien machten die kleinen Bäcker kaputt. Man kann das auf alles so weiter anwenden. Heute ist es so, dass man in den Dörfern so gut wie nichts mehr davon findet. Hier bei uns in Merheim gibt es jetzt Aldi, Lidl, Plus, Kaiser. Von überall her kommen jetzt die Menschen um einzukaufen. Nicht nur der Lärm und Dreck der verursacht wird durch die Autos ist eine Katastrophe, sondern auch die Vereinsamung auf den Dörfern wird immer schlimmer. Was ist mit den älteren Menschen die nicht beweglich sind. Früher hat man sich im Dorf in den Geschäften getroffen und erzählt. Man hat sich untereinander geholfen und war für einander da.
Jetzt müssen Lebensmittel durch ganz Deutschland und Europa transportiert
werden. Damit sie in den Discountern zur Verfügung stehen. Riesige Kühlanlagen halten Gemüse , Obst usw. frisch, damit es transportfähig bleibt. Alles wird in Folien, Tüten usw. eingeschweißt. Es werden die Lebensmittel mit Chemie behandelt, weil man sie dann logistisch besser einbinden kann. Sie sind dadurch viel länger haltbar. Was erzählen uns die Ärzte und Ernährungsberater: So frisch wie möglich. Was ist denn daran frisch, wenn Obst nicht reif gepflückt wird, damit es über Tausende von Kilometern transportiert wird? Was ist daran noch gesund? Und wie sieht es mit der Belastung der Umwelt aus? Die ganzen Flugzeuge, Lkw usw. Ich habe nichts dagegen wenn wir Handel betreiben, aber bitte mit Verstand und man muss den Überblick bewahren.
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Früher gab es z.B. überall Obstbauer. Was ist heute? Es gibt nur noch wenige. Darunter leidet auch die Vielfalt. Und die Gefahr bei einem Unwetter kann schlimme Folgen haben. Plötzlich ist die ganze Ernte für einen bestimmten Händlerbereich zerstört.
Gibt es aber wieder viele kleine Bauern regional ist die Gefahr gebannt. Beste Qualität vor Ort ohne große Transportwege.
Auch dieses Beispiel können Sie mit allem anwenden . Von der Autowerkstatt bis hin zum Dachdecker, vom Bäcker bis zum Metzger. Wir würden Arbeitsplätze schaffen, Berufe erhalten, Traditionen erhalten. Es liegt nur bei uns, das zu erkennen und umzusetzen. Bio-Öko, Naturkost kann den Weg zeigen, wenn man dann auch will.
Es wird nur von Wachstum gesprochen. Das ist in meinen Augen der falsche Weg. Was groß ist, kann sehr schnell umfallen. Wir sehen das ja an den Großkonzernen. Wenn die Natur so denken würde wären wir alle schon tot, weil wir keinen Platz mehr hätten.
Grüße Fabio Angeli
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