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Surimi - Verbrauchertäuschung mit Krebsfleisch Surimi wird aus Seelachs hergestellt Mit Bezeichnungen wie "Crab-Sticks", "Krebsstangen" oder anderen Phantasienamen, die auf Krebsfleisch hindeuten, wird derzeit offenbar viel Verbrauchertäuschung betrieben. Die im Handel erhältlichen Produkte sehen zwar nach Krebs aus und schmecken auch so, beinhalten häufig jedoch nur geringste Mengen des teuren Fleisches. Die weiß-roten, mit Paprika gepuderten Stäbchen werden aus verschiedenen Rohstoffen zusammengesetzt. Hauptgrundlage ist eine Fischeiweißpaste, Surimi genannt. Schon vor 900 Jahren schufen japanische Fischer dieses Imitat. Heute existiert in Japan eine Industrie, die jährlich Hunderttausende Tonnen Surimi herstellt. Als Rohstoff für Surimi dient Seelachs. Auf See wird der Fisch getrennt von Kopf, Schuppen, Flossen, Innereien und Gräten, anschließend wird das übriggebliebene Fleisch gründlich ausgewaschen, gepreßt und mit Polydextrose, Sorbit oder Polyphosphat versetzt und tiefgefroren. Diese, wieder aufgetaute Masse, kann in der Weiterverarbeitung mit Krebsfleisch oder Muschelextrakt versetzt werden, muß aber nicht. Denn auch Aromastoffe sind erlaubt, zusätzlich finden Eiweißstoffe (Albumine), Stärke, Zucker und Salz Verwendung. Aus dieser Mischung werden dünne Fasern hergestellt, dann geformt, erhitzt und tiefgefroren. So entstehen Pseudo-Shrimps, imitierte Krabbenbeine und Ersatz-Calamari, die allerdings noch echte Tintenfischreste und Algenextrakte enthalten. Sie werden zu den handelsüblichen Ringen geformt und paniert. Surimi in verpackten Salaten muß gekennzeichnet werden. Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V. 1991 und 1994
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