Archiv 2

----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: info@boelw.de
Sent: Monday, April 21, 2003 7:36 PM
Subject: Genanbau von Kartoffeln/Frosta/ BÖWL
 


Offener Brief
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um eine offizielle Stellungsnahme des BÖLW.

Betreff:
Die Firma Frosta, zertifiziert durch Bioland, Mitglied des BÖLW, beteiligt sich an einem Anbauversuch bei dem GVO Kartoffeln eingesetzt werden.

Das sprengt jegliche Vorstellungskraft und ist wieder ein Schlag gegen alle Bio-Bauern. Weiterhin verlieren Sie dadurch an Glaubwürdigkeit, und zwar auf ganzer Ebene. Damit hat der BÖWL in meinen Augen versagt.

Ich muß hier nicht zum Ausdruck bringen, das ich entäuscht bin. Es trifft doppelt hart, weil ich  damals den Offenen Brief von Herrn Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, betreff GVO, auf Bio100 veröffentlicht habe.


Mit freundlichen Grüßen
Fabio Angeli
Bio100
Kieskaulerweg 22
51109 Köln
Tel. 0221/6910819

Von:       "Fabio Angeli" <fabio.angeli@bio100.de>
An:        <info@frosta.de>
Gesendet:  Donnerstag, 24. April 2003 21:11
Betreff:     Anbau von GVO-Kartoffeln in Bayern
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
 

It. einem Antragsformular vom Robert-Koch-Institut, Zentrum Gentechnologie, Az. 6786-01-0135, geht es um
einen Freisetzungsversuch gentechnisch veränderter Kartoffeln. U.a. wird auch die FrostaAG, Bremerhaven,
unter den Antragsstellern aufgeführt.
Im Moment ist es mir unmöglich nachzuvollziehen, wieso oder wieweit Sie damit zu tun haben. Nicht nur das
Sie von Bioland ein zertifizierter Betrieb sind, sondern auch Mitglied des BÖLW, die von Hause aus gegen
GVO sind. Ich bitte um eine Stellungnahme Ihres Hauses.

Als Initiator von www.bio100.de bin ich über diesen Vorgang sehr enttäuscht und würde mich freuen, wenn Sie mir antworten würden.
 

Mit freundlichen Grüßen
Fabio Angeli
BiolOO
Kieskaulerweg 22
51109 Köln
Tel. 0221/6910819

Von:<Rother@FRoSTA.de>
An:<fabio.angeli@bio100.de>
Gesendet:Freitag, 25. April 2003 14:32
Einfügen:GVOA.doc
Betreff:Ihre Anfrageüber den Anbau von GVO-Kartoffeln vom 24.04.2003
 

Sehr geehrter Herr Angeli,
anbei senden wir Ihnen unsere Stellungnahme zu Ihrer o. g. Anfrage.
Wir hoffen, Ihnen hiermit geholfen zu haben und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
 

Stefan Rother
GF BioFreeze GmbH
Am Lunedeich 116
27572 Bremerhaven
Fön 0049 471 9736 300
Fax 0049 471 9736125
(See attached file: GVOA.doc)

----- Original Message -----
From: ""Felix Löwenstein"" <Felix.Loewenstein@t-online.de>
To: <fabio.angeli@bio100.de>
Cc: <barbian@boelw.de>
Sent: Sunday, April 27, 2003 2:00 PM
Subject: WG: GVO und Biozertifizierung (fwd)



Sehr geehrter Herr Angeli

Ich danke Ihnen für Ihre Anfrage, der wir nachgegangen sind.
In der Anlage finden Sie ein Schreiben der Firma Frosta, das Aufklärung in die Sache bringt.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Löwenstein

----- Original Message -----
From: "Fabio Angeli" <fabio.angeli@bio100.de>
To: <0616273494-0001@T-Online.de>
Sent: Sunday, April 27, 2003 3:32 PM
Subject: Re: GVO und Biozertifizierung (fwd)


 Sehr geehrter Herr Löwenstein,
 
das ist die selbe Antwort die ich erhalten habe. Es wurden nur der Briefkopf
ausgetauscht und die Namen.
Diese Antwort finde ich nicht akzeptabel, und bitte Sie daher der Sache
nochmals auf den Grund zu gehen.
 
Desweiteren liegt ihnen( BÖLW ) per E-Mail die zweite Anfrage von mir  an
Frosta vor, darin gehe ich noch detallierter auf den GVO ein.
 
Mit freundlichen Grüßen
Fabio Angeli

----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: rother@frosta.de
Cc: Öffentlichkeitsarbeit ; info@boelw.de
Sent: Saturday, April 26, 2003 7:12 PM
Subject: Antwort auf ihr Schreiben vom 25.04.2003 Frosta /GVO-Kartoffeln


Sehr geehrter Herr Rother,


anbei World Dokument angehangen. Eine Kopie an Bioland und eine an den BÖWL.

mit freundlichen Grüßen

Fabio Angeli
Bio100
Kieskaulerweg 22
51109 Köln
Tel. 0221/6910819

----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: 0616273494-0001@T-Online.de ; rother@frosta.de ; info@boelw.de
Sent: Tuesday, May 06, 2003 7:01 AM
Subject: Fw: Antwort auf ihr Schreiben vom 25.04.2003 Frosta /GVO-Kartoffeln Versuch NR.2

An Herr Rohter, Herr Alsfeld, Herr Dosch, Herr Lövenstein,

ist das Konfliktbearbeitung sich nicht zu melden. Oder eine Taktik um Probleme aus dem Weg zu gehen. Da immer noch eine detalierte Stellungnahme fehlt, hier die E-Mail plus Anhang zum zweiten mal.

Ich bitte nochmals, alle um eine detalierte Stellungnahme.

Mit freundlichen grüßen
Fabio Angeli

----- Original Message -----
From: <Rother@FRoSTA.de>
To: "Fabio Angeli" <fabio.angeli@bio100.de>
Sent: Tuesday, May 06, 2003 2:18 PM
Subject: Antwort: Fw: Antwort auf ihr Schreiben vom 25.04.2003 Frosta /GVO-Kartoffeln Versuch NR.2

Sehr geehrter Herr Angeli  ,

leider war ich in der letzten Woche bis einschließlich heute mittag auf
Dienstreise, so daß ich Ihre Mail nicht beantworten konnte. Ich habe erst
am Donnerstag Gelegenheit, mit verantwortlichen Personen hier im Hause zu
sprechen, so ich Sie bis Freitag um Geduld bitte.

Mit freundlichen Grüßen

----- Original Message -----
 From: ""Felix Löwenstein"" <Felix.Loewenstein@t-online.de>
 To: "Fabio Angeli" <fabio.angeli@bio100.de>; "Bioland Dosch"
 <bundesvorstand@bioland.de>
 Sent: Thursday, May 08, 2003 7:08 PM> Subject: Re: Fw: Antwort auf ihr Schreiben vom 25.04.2003 Frosta> /GVO-Kartoffeln

Versuch NR.2
 

 Sehr geehrter Herr Angeli
 
 Ich bitte Sie um Verständnis dafür, mich noch nicht ein weiteres Mal
 gemeldet zu haben. Auf Ihr erstes Schreiben hatte ich ja reagiert und auf
 die darauf folgende Antwort Ihrerseits mit Herrn Rother Kontakt aufgenommen.
 Ich war die ganze Woche unterwegs und bin morgen zurück im Büro und werde
 der Sache weiter nachgehen. Ich möchte keine Stellung nehmen, ehe ich nicht
 meinerseits genau weiss, wie die Zusammenhänge sind.
 Sie hören von mir
 
 Mit freundlichen Grüßen
 Felix Löwenstein
 

----- Original Message -----
From: <Rother@FRoSTA.de>
To: <fabio.angeli@bio100.de>
Cc: <oeffentlichkeitsarbeit@bioland.de>; <info@boelw.de>; <Biewald-Nueckel@FRoSTA.DE>; <Roth@FRoSTA.de>; <Bosselmann@FRoSTA.DE>; <Massa@FRoSTA.DE>; <ullrich@frosta.de>
Sent: Friday, May 09, 2003 2:27 PM
Subject: Schreiben an Herrn Angeli, bio 100

Sehr geehrter Herr Angeli  ,

in( Schreiben Angeli   Anlage ) sende ich Ihnen die Antwort zu Ihrer Mail vom 26.4. . Wir
glauben, Ihnen hiermit Ihre Fragen beantwortet zu haben.
Sollten sich trotz unserer Bemühungen für eine detaillierte Beantwortung
noch weitere Fragen Ihrerseits ergeben, stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Rother

(See attached file: Schreiben Angeli 09.05.03.doc)(See attached file:
Extrakt-Organigramm Leitprojekt.xls)(See attached file: Anlage2
StellungnahmeGMO FRoSTA .doc)


Stefan Rother
GF BioFreeze GmbH
Am Lunedeich 116
27572 Bremerhaven
Fon 0049 471 9736 300
Fax 0049 471 9736 125


----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: Rother@FRoSTA.de ; bundesvorstand@bioland.de ; Felix.Loewenstein@t-online.de ; info@boelw.de
Sent: Sunday, May 11, 2003 9:18 PM
Subject: Antwort zur Stellungsnahme von Frosta den 09.05.03. An Herr Rohter, HerrDosch, Herr Lövenstein


Sehr geehrter Herr Rohter,

hier nun meine Antwort zu der Stellungnahme ihres Hauses von 09.05.2003
Siehe Anhang.

Mit freundlichen Grüßen
Fabio Angeli
Bio100
Kieskaulerweg 22
51109 Köln
Tel. 0221/6910819
 

----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: Rother@FRoSTA.de ; thomas.dosch@bioland.de ; Felix.Loewenstein@t-online.de
Sent: Tuesday, May 20, 2003 9:53 PM
Subject: Schreiben vom 11.05.2003


Sehr geehrter Herr Rother,
sehr geehrter Herr Dosch,
sehr geehrter Herr Löwenstein,

mein Schreiben vom 11.05.2003 wurde noch nicht von Ihnen beantwortet. Mich würde interessieren, welche Entscheidungen und Beschlüsse seitens der Frosta, Bioland und BÖLW getroffen worden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Fabio Angeli
Bio100
Kieskaulerweg 22
51109 Köln
Tel. 0221/6910819

----- Original Message -----
From: "Felix Löwenstein"
To: Fabio Angeli
Sent: Wednesday, May 21, 2003 8:43 AM
Subject: Re: Schreiben vom 11.05.2003


Sehr geehrter Angeli

Klar ist, dass bei Niemandem, der Ökoprodukte herstellt und in den Handel bringt, Zweifel darüber bestehen dürfen, ob er sich an die Verpflichtung hält, in allen Phasen der Erstellung des Produktes ohne den Einsatz Gentechnisch Veränderter Organismen zu arbeiten. Die Überprüfung muss streng sein und es muss Sicherheit für den Verbraucher hergestellt werden.

Dass sich die Firma Frosta tatsächlich, wie Sie unterstellen, aktiv daran beteiligt, GVO's herzustellen, kann ich nach den mir vorliegenden Informationen nicht nachvollziehen. Ich sehe nicht, dass man behaupten kann, FROSTA stelle selbst GVO Versuche an oder gebe solche in Auftrag, wenn im Rahmen eines Verbund-Forschungsprojektes, das nicht GVO-Versuche sondern Qualitätsverbesserung von Sorten zum Inhalt hat, andere Beteiligte - nicht aber FROSTA - dieses Ziel über gentechnische Veränderungen verfolgen.
Darüber hinaus ist es grundsätzlich eine klare Unternehmensentscheidung bei FROSTA, keine GVO einzusetzen.

Sie stellen aber eine viel grundsätzlichere Frage: Darf der BÖLW Mitglieder haben, darf ein Anbauverband Verarbeiter zertifizieren, ja, darf es überhaupt Öko-Verarbeiter geben, die auch konventionelle Rohstoffe verarbeiten bzw. Nahrungsmittel herstellen?
Ihre Antwort lautet klar: nein!, Bio muss "sauber" bleiben, darf sich nicht mit Konventionellen gemein machen und muss sich auf diejenigen beschränken, die von Anfang an den Weg der reinen Lehre gehen. Diese Haltung (die wir in den Verbänden in Bezug auf landwirtschaftliche Erzeugerbetriebe vertreten) hat nur auf den ersten Blick etwas für sich, beim Blick auf die Wirklichkeit erweist sie sich als eine klare Nischenpolitik: Ökolandbau soll rein, klein und unter sich bleiben. Dieser Politik begegnen wir in diesen Tagen an vielfältiger Stelle, z.B. in den Bestrebungen des Bauernverbandes oder auch der Agrarpolitik in den Ländern, wo man bestrebt ist, den Ökolandbau mit einer möglichst rigiden Auslegung und Handhabung der Richtlinien zu marginalisieren. "Lasst uns dafür sorgen, dass er klein bleibt, dann kann er niemand schaden", sagt hier eine unselige Allianz, die vorgibt, es gehe ihr um die Berücksichtigung von Verbrauchererwartung und um den Schutz des Ökolandbaus vor Skandalen. Damit lässt sich trefflich verhindern, was wir eigentlich wollen: den Ökolandbau zum Leitbild für die gesamte Landwirtschaft machen, zur Landwirtschaft, auf die alle sich einigen können, die also "konventionell" wird.

Wenn Sie heute fordern, dass alle Molkereien aussteigen, die auch konventionelle Milch verarbeiten, alle Fritten-Hersteller, Tiefkühlgemüsehersteller, Großbäcker, Metzger etc die auch den konventionellen Markt bedienen, dann seien Sie bitte ehrlich und fordern Sie auch: Rückumstellung mindestens der Hälfte der jetzigen Biobetriebe und "lasst uns noch mal von vorne anfangen"! Ich kann Ihnen aufzählen, von wem Sie Beifall bekommen werden.

Nur ein konkretes Beispiel: Südzucker kauft und verarbeitet Öko-Zuckerrüben. Sie vertreiben an die Anbauer Öko-Saatgut, das wiederum von den Saatzüchtern erzeugt wird, die auch konventionelles Saatgut herstellen. Alle diese Züchter arbeiten auch an GVO Saatgut.
Sehen Sie sich in der Lage, eine Saatzuchtfirma aufzubauen, die ausschließlich Öko-Zuckerrüben-Saatgut herstellt und eine Zuckerfabrik aufzubauen, die nur Öko-Zucker verarbeitet? Oder lautet Ihre Empfehlung: Öko-Zucker darf nur aus der Dominikanischen Republik kommen, wie dürfen in diesen Markt nicht einsteigen?

Nein! Das ist nicht der Weg! Wenn man auch nur halbwegs ökologisch und ökonomisch verträgliche Transportwege erreichen will, wenn wir in den Markt und auf den Tisch der Verbraucher kommen wollen, dann müssen wir in die Breite gehen. Die Aufgabe besteht dann darin, unsere Qualitätssicherung so gut zu machen, dass wir Betrug und Schlamperei ausschließen können - egal, ob sie von voll- oder teilumgestellten Verarbeitern ausgeübt werden. Wir müssen sicher stellen, dass Bio drin ist, wo Bio draufsteht und das zu 100 Prozent. Ich will ja nicht behaupten, dass das leicht ist oder dass auf diesem Weg nicht viele Fallstricke liegen. Wenn der Ökologische Landbau die nachhaltige Form der Landwirtschaft ist und der heutige konventionelle ist es nicht, dann dürfen wir keine Versuche akzeptieren, ihn in der Nische zu halten. Egal aus welcher Richtung diese Versuche kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Felix Löwenstein

Hofgut Habitzheim
64853 Otzberg
06162-73494 Fax 73594 mobil 0171-3035686

Hofgut Habitzheim
64853 Otzberg
06162-73494 Fax 73594 mobil 0171-3035686
 

----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: Felix.Loewenstein@t-online.de
Cc: thomas.dosch@bioland.de
Sent: Thursday, May 22, 2003 9:21 PM
Subject: Antwort auf ihr Schreiben von 21.05.2003


Sehr geehrter Herr Lövenstein,

anbei eine Doc-Datei mit meiner Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

----- Original Message -----
From: Fabio Angeli
To: Rother@FRoSTA.de
Sent: Monday, June 09, 2003 8:32 AM
Subject: Klarstellung / Forschungsverbund

Sehr geehrter Herr Rother,

Mich würde interessieren, welche Entscheidungen und Beschlüsse seitens der Frosta, getroffen worden sind. Auf eine Antwort würde ich mich freuen.

Betreff "absolute Klarheit"

 Zitat: "Sie haben sicher Recht damit, dass die Nennung des Namens FRoSTA im Rahmen des Gesamtprojekts zu Verwirrungen führen kann. Wir arbeiten derzeit daran, diese möglichen Verwirrungen in der Art aufzulösen, dass in Zukunft absolute Klarheit herrscht." Zitat Ende.
 

Mit freundlichen Grüßen
Fabio Angeli
Bio100
Kieskaulerweg 22
51109 Köln
Tel. 0221/6910819
 

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