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Französische Winzer gegen Gen-Reben
Französische Winzer sind in Harnisch: Genmanipulierte Reben stellen aus ihrer Sicht eine Bedrohung der jahrhundertealten Weinbaukultur dar.
'Terre et Vin du Monde' (Erde und Wein der Welt), eine Organisation, in der sich nahezu 400 französische Winzer zusammengeschlossen haben, nimmt Anstoß an einem regierungsamtlichen Forschungsprojekt mit genmanipulierten Reben im elsässischen Colmar. Wie die Nachrichtenagentur ap (Associated Press) verbreitet, handle es sich dabei um ein ernstes Thema in einem Land, wo jede Person über 14 Jahren durchschnittlich einen Viertelliter Wein pro Tag trinke und wo genmanipuliertes Getreide häufig als "Frankenfood" bezeichnet werde.
"Es ist von äußerster Wichtigkeit, daß die Zukunft unseres Berufsstandes nicht ausschließlich von Wissenschaftlern, Industriellen und Technokraten bestimmt wird," sagte Alain Graillot, Präsident von 'Terre et Vin du Monde' (TVM) am Donnerstag nach einer Versammlung in Paris, bei der ein Angriffsplan ausgearbeitet wurde. Die Organisation war 2001 gegründet worden und vereinigt unter ihrem Dach so namhafte französische Weinkeller wie Chateau Latour, Château Pichon Longueville, Cos d'Estournel, Château Smith Haut Lafitte, Domaine de la Romanée Conti, Beaucastel und Jaboulet.
Das nationale landwirtschaftliche Institut für Herkunftsnachweise INAO verfolgt seit einiger Zeit das Ziel, krankheitsresistente Rebsorten zu fördern. TVM erinnert daran, daß das INAO noch 2002 jegliche Verwendung genmanipulierter Pflanzen bei der Vergabe des Nachweises kontrollierter Herkunft, appellations d'origine contrôlée (AOC), in Frankreich verboten hatte. Dennoch hat TVM aufgedeckt, daß eine korrespondierende Verwaltungsrichtlinie, die unter der Regierung Jospin ergangen war, bis heute nicht vom gegenwärtigen Landwirtschaftsminister Hervé Gaymard unterzeichnet wurde. Des weiteren scheint Gaymard die Freisetzung einer Vielzahl genmanipulierter Reben bei Colmar im Elsaß autorisiert zu haben. TVM vermutet, daß dies im Zusammenhang mit der von der EU betriebenen Beendigung des seit 1998 bestehenden Gen-Moratoriums zu sehen ist.
"Wir sind nicht erfreut zu erfahren, daß die Versuche ohne die absolut nötige Mindestzahl von Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden sollen", erklärte TVM-Präsident Alain Graillot. "Es besteht keinerlei Sicherheit, daß es nicht zu zufälligen Auskreuzungen kommen wird und daß die Toxizität der Gen-Pflanzen vollständig ausgeschlossen werden kann. Wir sind der Ansicht, daß GMO die natürliche Artenvielfalt gefährden und die Landschaft verarmen lassen. Ihre Verwendung kann insbesondere durch unbeabsichtigte Gen-Kontamination zu unvorhergesehenen Effekten führen, die dann nicht mehr rückgängig zu machen sind."
"Es ist selbstverständlich, daß der Qualitätsweinbau gegenüber den Risiken einer Industrialisierung äußerst sensibel ist", ergänzte Daniel Cathiard, Eigentümer des Weinguts Château Smith Haut Lafitte. Eine kleine Parzelle mit genmanipulierten Reben war bereits 1996 in Ostfrankreich vom bekannten Champagnerhersteller Moet et Chadon in Kooperation mit dem staatlichen Landwirtschaftsamt angeplanzt worden. Doch öffentlicher Druck zwang das Unternehmen, die Pflanzen auszugraben und die Versuche auf das Labor zu beschränken.
Jean Masson, Leiter des Gen-Forschungszentrums in Colmar, das die jetzt bekannt gewordenen Versuche durchführen soll, erklärt, daß die Reben frühestens im August gepflanzt werden könnten. Dieses Mal habe das Institut bestimmten Einschränkungen zugestimmt, um die Ängste der VerbraucherInnen abzubauen. So sei beispielsweise nicht vorgesehen, die Gen-Pflanzen zur Produktion von Wein einzusetzen. Dennoch haben sich Winzer über einen mangelnden Dialog zwischen den Forschern und der Öffentlichkeit beschwert.
Frankreichs Winzer haben seit Jahren unter einer ständigen Abnahme ihrer Einkommen zu leiden, weil Supermarkt-Ketten ihre Gewinnspannen drücken, die Nachfrage rückläufig ist und australische und US-amerikanische Weine an Popularität gewinnen. Außerdem habe ein schärferes polizeiliches Durchgreifen gegen Trunkenheit am Steuer den Inlandsabsatz sinken lassen.
Christian Semmler Kontakt: klaus.schramm@bund.net
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Mikroorganismen im Darm der Bienen
Ein Wissenschaftler aus Deutschland fand heraus, dass Mikroorganismen im Darm der Bienen Raps-Gene aufnehmen. Es können sich beispielsweise auch Gene für eine Antibiotika-Resistenz von manipulierten Pflanzen auf Bakterien übertragen. Gegen diese kommen die in der Humanmedizin verwendeten Antibiotika dann nicht mehr an.
Die Problematik der Verantwortlichkeiten im GVO Bereich wäre eigentlich nicht so dramatisch, wenn die Hersteller dafür haften müßten. Denn nach dem Verursacherprinzip wären diese bei einer Schädigung die Ersten in der Kette. Ohne die Hersteller gäbe es diese Problematik nicht. Davon wird jedoch nicht gesprochen. Es geht ja um sehr viel Geld welches die Hersteller und/oder einige andere verdienen möchten. Die Kernfrage wäre somit: „Warum wird im Fall von GVO Schadensersatzforderungen vom normalen rechtlichen Weg der beweiskräftigen Kausalität abgewichen und warum wird dieses Unrecht von der Politik unterstützt?“ z.B. Tschernobyl.... Atomenergie ist sicher, trotzdem kann man sich nicht dagegen versichern. Das gleiche Paradoxon wie bei der Gentechnik.
Das Bt-Toxin ist ein Protein, das natürlicherweise von Bacillus thuringiensis-Bodenbakterien gebildet wird. Dieses Protein hat die Eigenschaft, die Darmwand einiger Fraßinsekten zu zerstören. Die natürlichen entstandenen Bt-Bodenbakterien werden durch verschiedene Witterungseinflüsse zerstört oder dezimiert. Eine natürliche Regulierung der Natur um allen gerecht zu werden, welche bei GVO Pflanzen nicht der Fall ist, da die natürlichen Verhältnisse umgangen werden. Es gibt zumindest, (nur?) eine Bt-Variante (Cry9c), die im menschlichen Magen längere Zeit stabil bleibt. Aus diesem Grund war ein insektenresistenter Mais (StarLink-Mais) mit diesem Bt-Toxin in den USA nur als Tierfutter, nicht aber als Nahrung für den Menschen zugelassen. Somit für „Nutztiere“ ungefährlich, für den Menschen (Fraßsäugetier) und der restlichen Flora und Fauna allerdings bedenklich bis .. ? Könnte es sein, dass es für Nutztiere ungefährlicher ist, weil diese eine kürzere Lebenserwartung haben? Nun bekommt die Tragweite der Diskussionen über Auskreuzungen in andere Pflanzen eine andere Dimension. Was wäre wenn..? Niemand weiß, was passiert, wenn sich diese Bt-Variante mit anderen GVO Varianten kreuzt. Es weiß auch niemand was es bedeutet, wenn sich eine Mischung dieser Varianten in Wildpflanzen etabliert.
In Kanada und den USA stieg die Rate der Menschen welche über Allergien klagen in den letzten 10 Jahren dramatisch an. In Kanada stiegt die Allergierate von vorher 2 auf 10.000 Einwohner auf jetzt 80 auf 10.000 Einwohner. Aber GVO hat damit nichts zu tun, dies wird nicht einmal öffentlich in Erwägung gezogen, obwohl bei solch einem Anstieg von Nahrungsmittel Allergien es klar sein müsste, dass etwas nicht stimmen kann.
Das was fehlt, ist die ehrliche und konstruktive Zusammenarbeit von verschiedenen Wissenschaftszweigen. Es wird zugelassen, dass mit dem höchsten Gut der Menschen gespielt wird. Der Gesundheit.
Autor:Fridolin Brandt www.imkereibrandt.de
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Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, es ist immer noch möglich, gegen die Verwässerung des GenTG im Vermittlungsausschuß (am 5.5.) und für die Nachweisgrenze als Kennzeichnungsschwelle bei Saatgut (Entscheidung nach Ostern) Einfluß zu nehmen:
Schicken Sie emails, Faxe oder Briefe an alle Mitglieder des Vermittlungsausschusses und die EU-Kommissare.
Hier geht es zur Orginal E-Mail mit allen Infos als DOC
Das alles finden Sie auch unter: www.aktionsbuendnis.net/oberrhein/EilAktionen.htm
Bitte nutzen Sie diese Möglichkeiten selbst und geben Sie dieses Mail in Ihren Verteilern und Listen weiter.
Vielen Dank und herzliche Grüße Gernot Hofmann aktionsbuendnis für gentechnikfreie landwirtschaft und lebensmittelproduktion Aktion "Faire Nachbarschaft" Burgsstraße 44 Alemannenstraße 22 42655 Solingen 79299 Wittnau T. (0212) 273599 T. (0761) 4098645 F. (0212) 10942 gernot.hofmann@t-online.de www.aktionsbuendnis.net www.FaireNachbarschaft.de
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Pressemitteilung SAVE OUR SEEDS
Wer Grenzwerte sät wird Gentechnik ernten Protest gegen geplante EU-Richtlinie zur gentechnischen Verunreinigung von Saatgut
Berlin, 25.3.2004 In den nächsten Wochen will die EU Kommission eine Richtlinie vorlegen, die eine ungekennzeichnete Verunreinigung von herkömmlichem Saatgut mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zulässt. "Wenn wir jetzt nicht handeln, ist die Chance verspielt, die sogenannte grüne Gentechnik unter Kontrolle zu halten," warnte der Sprecher der Initiative "Save our Seeds" (1), Benedikt Haerlin, die Vorsitzende des Verbraucher- und Landwirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages, Herta Däubler-Gmelin und den Vorsitzenden des Umweltausschusses, Prof. Ernst-Ulrich von Weizsäcker. Im Namen hunderttausender vor Bürgern präsentierte er ihnen das "größte Saatkorn der Welt" (eine drei Meter hohe Skulptur des Künstlers Alexander Heil) und die Forderung, alles zu tun, um auch künftig sauberes Saatgut zu garantieren. Die beiden Politiker versprachen, sich im Bundestag und direkt bei der EU-Kommission dafür einzusetzen, dass GVOs im Saatgut an der Nachweisgrenze gekennzeichnet werden müssen.
Nachdem sie im Oktober letzten Jahres mit einem Vorstoß gescheitert war, Grenzwerte für die Kennzeichnung von GVO in herkömmlichem Saatgut durchzusetzen, nimmt die Kommission nun einen neuen Anlauf, die bisher kompromisslosen Kennzeichnungsvorschriften für Saatgut so aufzuweichen, wie dies von Gentechnik-Unternehmen seit längerem gefordert wird. Intern haben sich die zuständigen Generaldirektionen am Freitag letzter Woche darauf geeinigt, dass im Saatgut von Raps 0,3 %, bei Rüben und Kartoffeln 0,5 % Gentechnik zugelassen werden sollen, ohne dass die Landwirte darüber informiert werden und dies vermeiden könnten. Ob es bei Mais 0,3 oder 0,5 % sein sollen, ist derzeit noch strittig.
Während für Lebensmittel ein Kennzeichnungs-Grenzwert von bisher 1% und ab 18. April von 0,9 % bei "zufälliger Verunreinigung" gilt, sind solche Ausnahmen für Saatgut bisher nicht vorgesehen, da es in die Natur freigesetzt wird, sich vermehrt und am Anfang der Nahrungskette steht. "Hier geht es nicht allein um die Wahlfreiheit, sondern um unser aller Sicherheit," sagte Haerlin, "denn wer nicht weiß wo genveränderte Pflanzen wachsen, ist auch nicht in der Lage, effektiv und angemessen zu reagieren, wenn etwas schief geht." Um einen GVO im Notfall wieder aus dem Verkehr zu ziehen, müsste wegen möglicher Verunreinigungen praktisch das gesamte Ernte- und Saatgut der Pflanzenart zurückgerufen werden. "Wie das funktionieren soll, weiß niemand."
Wenn künftig sämtliches Saatgut "ein Bisschen" GVO enthalte, würde zudem die europäische und geplante deutsche Gesetzgebung ad absurdum geführt, die Wahlfreiheit und den Schutz gentechnik-freier Landwirtschaft garantieren soll. Die Kosten für Tests und Kontrollen in der Land- und Lebensmittelwirtschaft würden ohne Not vervielfacht und denen aufgebürdet, die GVO vermeiden wollen. "Ohne sauberes Saatgut gibt es keine Koexistenz sondern de facto einen Gentechnik-Zwangsanbau," resümierte Haerlin.
Gegen den Vorschlag der Kommission könnten sich die EU-Mitgliedsstaaten (ab 1.Mai sind dies 25) im Rat nur mit einer Zweidrittelmehrheit durchsetzen. Wie schwer diese zu erreichen ist, zeige leider die Bundesregierung selbst. Sie sitze in dieser Frage den Dissens zwischen den Ministern Künast und Trittin einerseits und Clement und Buhlman andererseits bisher einfach aus, anstatt jetzt ein klares Signal nach Brüssel zu senden. Wenn sich die Bundesregierung, wie in solchen Fällen üblich, im Rat der Stimme enthält, würde sie dem Kommissionsvorschlag faktisch zustimmen, obwohl beide Regierungsparteien offiziell die Reinhaltung des Saatgutes und eine Kennzeichnung an der Nachweisgrenze fordern.
Foto-Material von der Übergabe vor dem Kanzleramt finden sie unter www.saveourseeds.org (1) "Save our Seeds" ist eine gemeinsame Initiative aller Umwelt-, Verbraucher- und Bio-Verbände in Deutschland, sowie einer Vielzahl von landwirtschaftlichen, kirchlichen, gewerkschaftlichen und wissenschaftlichen Organisationen. Sie wird von über 300 Organisationen in der EU mit über 25 Millionen Mitglieder getragen. Die gemeinsame Petition zur Reinhaltung des Saatgutes wurde von über 200.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet.
Des weiteren: Däubler-Gmelin und von Weizsäcker für sauberes Saatgut! Die Pressemitteilung des Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft finden Sie hier.
Thomas W. Eckart SAVE OUR SEEDS Marienstr.19/20, 10117 Berlin Tel.: +49 (030) 24 04 71 46 / Fax.: +49 (030) 27590312 eMail: info@saveourseeds.org web: www.saveourseeds.org , www.zs-l.de
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